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Köthen > Wo ist das?

Neolithteich - Trafohaus - Kiesgrube - Zypern - Kopfweiden- Ringelnatter
 

Projekte
Naturschutzarbeit des NABU

Grundlage für eine erfolgreiche Natur-
schutzarbeit ist die Erfassung und
laufende Kontrolle bedrohter Bestände
heimischer Pflanzen- und Tierarten.  So
konnten auf den extensiven Beweidungs-
flächen im Wulfener Bruch eine Vielzahl
von Rote-Liste-Arten nachgewiesen wer-
den (siehe Tabelle). Diese Arten werden 
auch in den nächsten Jahren in der
Bestandsentwicklung weiter
beobachtet. 

Foto: Salzbunge (Wenk)

 Rote-Liste-Arten auf den Beweidungsflächen im Wulfener Bruch

 Stand August 2005,   RL: Rote Liste Sachsen-Anhalt

 

 

vh. Wiese/ Weide
1. vh. Acker
vh. 1-2 schürige Wiese
NSG
vh. Wiese/ Weide

2. vh. Acker

1. Flä:
1. Flä.:
1. Flä.
2.Flä.
3. Flä.
3. Flä.
Beweidung
ab
1999  
Herbst 
 2002
ab
 2002
ab
2001
ab
2002
Frühjahr 
 2003

Bewirtschaft.form:

Dbw

Dbw

e.M.W.

Dbw

Dbw

Dbw

Art
 
RL
           
Allium angulosum
Kantiger Lauch
3
1
1
-
1
-
-
Cardamine pratensis
Wiesen-Schaumkraut
3
-
-
1
1
1
-
Carex vulpina
Fuchs-Segge
2
1
1
1
1
1
1
Centaurium pulchellum

Zierl.Tausendgüldkr.

3
1
1
1
1
-
-
Cirsium canum

Graue Kratzdistel

1
1
1
-
-
-
-
Cnidium dubium

Sumpf-Brenndolde

2
1
1
-
1
1
-
Dactylorhiza maculata
Geflecktes Knabenkraut
3
1
-
-
-
-
-
Dactylorhiza incarnata
Steifblättriges Knabenkraut
2
-
-
-
1
-
-
Euphorbia palustris

Sumpf-Wolfsmilch

3
1
-
-
-
1
-
Inula britannica
Wiesen-Alant
3
1
1
1
1
-
-
Juncus ranarius
Froschbinse
3
1
1
-
-
-
-
Lychnis viscaria
Pechnelke
3
1
-
-
-
-
-
Potentilla supina
Niedr. Fingerkraut
3
-
1
-
-
-
-
Pulicaria dysenterica

Großes Flohkraut

3
1
1
-
1
1
1
Rhinanthus minor

Kl.Klappertopf

3
-
-
-
-
-
1
Samolus valerandi
Salzbunge
2
1
1
1
-
1
1
Sanguisorba officinalis

Gro. Wiesenknopf

3
1
1
-
-
1
-
Scutellaria hastifolia
Spießblättriges Helmkraut
2
1
1
1
-
-
-
Senecio aquaticus

Wasser-Greiskraut

3
-
1
-
-
1
1
Serratula tinctoria

Echte Färberscharte

3
1
-
-
1
-
-
Tetragonolobus maritimus

Spargelerbse

3
-
-
-
1
-
-
Teucrium scordium

Lauch-Gamander

1
1
1
-
1
1
1
Thalictrum flavum

Gelbe Wiesenraute

3
1
1
1
1
1
-
Trifolium fragiferum

Erdbeerklee

3
1
1
1
1
1
-
Viola pumila

Kleines Veilchen

2
-
-
-
1
-
-
Cynoglossum germanicum
Deutsche Hundszunge
3
1
-
-
-
-
-
gesamt der Rote Liste Sachs-Anh.
26
davon
19
16
8
14
11
6

Cuculus baccifer

Taubenkropf
3

im Hecken saum

im Hecken saum

 
Abkürzungen: vh: vorher, Flä. Fläche, Dbw: Dauerbeweidung,  e.M.W.: extensive Mahd-Weide
 

 
 

Grausame Gänsejagd am Neolithteich

Der NABU-Kreisverband Köthen e.V. setzt sich zum Ziel,

in einem ersten Schritt die unwaidmännische Jagdpraxis auf Gänse am Neolith-Teich, einem international bedeutsamen Rast- und Schlafgewässer nordischer Gänse und Europäischem Vogelschutzgebiet (SPA), sofort zu beenden,

zum zweiten unterstützen wir ein generelles Jagdverbot auf alle wildlebenden Vögel.

Entsprechende Aktivitäten werden zusammen mit anderen Naturschutzorganisationen gegenüber dem Umweltministerium des Landes sowie dem Landesjagdverband Sachsen-Anhalt unternommen.

 

Gänse verenden qualvoll durch Schrotbeschuss am Neolithteich

Mitteldeutsche Zeitung 13.11.03

Am Neolith-Teich verenden jeden Morgen mehrere Gänse qualvoll, die von Jägern angeschossen, aber nicht getötet worden sind. Das teilt der Naturschutzbund Köthen (NABU) mit. Auch in diesem Jahr würden die Gänse beim Verlassen ihres Schlafgewässers im Biosphärenreservat wieder mit Schrot bejagt. Hunde, die die Tiere aufspüren könnten, seien vermutlich oftmals nicht eingesetzt worden. Die Sinnhaltigkeit dieser Aktionen, so die Tierschützer, sei fragwürdig. Der NABU setzt sich für ein Gänsejagd-Verbot in Sachsen-Anhalt ein.

Foto: angeschossene Saatgans, 6.11. 2003 (Wenk)

Noch immer (2005!) ist keine grundlegende Änderung der Jagdpraxis an diesem NSG festzustellen:

Bisher ist es nicht gelungen, die Jagdpraxis am Neolith-Teich und weiteren Bereichen dieses Europäischen Vogelschutzgebietes wesentlich zu ändern. Durch Behörden und Jagdverband ist eine Änderung in Aussicht gestellt, die aber in den kommenden Jagdsaisons umgesetzt und überprüft werden muss.

Selbstgestellter jagdlicher Grundsatz ist: "Das ist des Jägers höchst Gebot, was Du nicht kennst, das schieß nicht tot"; einige der Grünfräcke machen aber in der Praxis daraus: "Das ist des Jägers höchst Gebot, was Du nicht kennst, das schieß mit Schrot". Und genau um diese Anprangerung der unwaidmännischen Jagd und Verstoß gegen Tierschutzregelungen geht es.

Genau dieser Fakt des Schießens mit Schrot in Vogelschwärme verstößt nach unserer Auffassung gegen geltendes Naturschutzrecht, weshalb wir auch weiterhin darauf hinweisen (Bundesnaturschutzgesetz, Abschnitt 5: Schutz und Pflege wild lebender Tier- und Pflanzenarten, § 42,1 und 3): "Es ist verboten, wild lebende Tiere der besonders geschützten Arten nachzustellen, sie zu fangen, zu verletzen, zu töten ..., wild lebende Tiere der streng geschützten Arten und der europ. Vogelarten an ihren Nist-, Brut-, Wohn- oder Zufluchtsstätten durch Aufsuchen, Fotografieren ... zu stören."

Bei der derzeitigen Jagdpraxis kann aber vom Schützen unter den gegebenen Umständen in der Regel nicht die Artzugehörigkeit eindeutig festgelegt werden, so dass sich ein Abschuss aus dem Vorhergesagten verbietet.

Dazu kommt der ausführlich dargestellte Fakt, dass in zu hoch fliegende Vogelschwärme geballert wird, so dass es nicht zum schnellen Tod eines Tieres, sondern zum Verletzen und Verludern von Tieren kommt - wie ja der aufgefundene Vogel (s. Foto oben) beweist.


Trafohaus
Artenschutzstation des NABU

Als Artenschutzstation in der Nähe 
der Ortschaft Trebbichau/Aken mit Hilfe
von Kindern umgebaut, dient das
Gebäude jetzt vielen Arten als Schutz
oder auch Brutplatz:
Schleiereule, Hausrotschwanz, Star,
Bachstelze etc. Strauchpflanzungen und
ein "Insektenhotel" ergänzen das kleine 
Areal rund um das Gebäude.

Foto: Trafohaus (Wenk)


 

Kiesgrube Reppichau

Der Artenreichtum der stillgelegten kleinen Kiesgrube kann gesichert werden, wenn Störungen wie das Befahren mit Fahrzeugen vermieden, Vermüllung aufgehalten und behutsame Landschaftspflege umgesetzt werden. Mögliche zu erwartende Arten sind z.B. Steinkauz und Wiedehopf.

 

 

Bestandsaufnahme Kiesgrube Reppichau im Sommer 2004 (Michael Wolle)

Odonata (Libellen)

Grosser Blaupfeil (Orthetrum cancellatum)

Blutrote Heidelibelle (Sympetrum sanguineum)

Gefleckte Heidelibelle (Sympetrum flaveolum)

Südliche Mosaikjungfer (Aeshna affinis)

Gemeine Winterlibelle (Sympecma fusca)

Große Pechlibelle (Ischnura elegans)

Hufeisen-Azurjungfer (Coenagrion puella)

Gemeine Becherjungfer (Enallagma cyathigerum)

Südliche Binsenjungfer (Lestes barbarus) (RLSA 3)

Großes Granatauge (Erythromma najas)

Saltatoria (Heuschrecken)

Brauner Grashüpfer (Chorthippus brunneus)

Verkannter Grashüpfer (Chorthippus mollis)

Nachtigall Grashüpfer (Chorthippus biguttulus)

Weißrand Grashüpfer (Chorthippus albomarginatus)

Roesels Beißschrecke (Metrioptera roeselii)

Blauflügelige Ödlandschrecke (Oedipoda caerulescens) RLSA 3

Säbel-Dornschrecke (Tetrix subulata)

Langflügelige Schwertschrecke (Conocephalus discolor) RLSA 3

Blauflügelige Sandschrecke (Shingonotus caerulans) RLSA 2

Gemeine Sichelschrecke (Phaneroptera falcata) RLSA 3

Großes Heupferd (Tettigonia viridissima)

Weiterhin: Schilf, Froschlöffel, Knäuelbinse, Gliederbinse, Feld-Rittersporn, Gem. Sumpfkresse, Sandlaufkäfer ,Zauneidechse, Ringelnatter, Laubfrosch, Uferschwalbe.

 

 

 
 

Zypern
Aktionen gegen Zugvogelmord

Aktionen mit dem Vogelschutz-Komitee
(VsK) e.V. , Göttingen, finden in Spanien
und Zypern statt: Seit Jahren dokumentieren
wir Standorte von Fallen und Leimruten.
Über die Dokumentation in Zusammen-
arbeit mit staatlichen Behörden und der
EU wird eine Einschränkung der Zugvogel-
jagd in Zypern erreicht. Ziel ist die völlige
Einstellung der Vogelwilderei.



Foto:  Mönchsgrasmücke an Leimrute (Wenk)
 
 
 

Kopfweiden
-pflege in Kühren

Zum Glück für die heimische Tierwelt 
gibt es in den Auengebieten des LK Köthen 
(Elbe, Ziethe) noch eine große Anzahl von
Weiden. Ein Teil dieser Weiden werden als 
sog. "Kopfbäume" gepflegt und müssen
regelmäßig geschnitten werden. So werden
die Bäume verjüngt und vor dem Ausein-
anderbrechen bewahrt. Neben dem Schnei- 
den pflanzen wir jedes Jahr eine große An-
izahl neuer Weiden. Das ist übrigens die
älteste und legale Methode des "Clonens"
von Lebewesen! 

Wir würden uns über neue Mitstreiter bei dieser Arbeit sehr freuen! Das anfallende Schnittgut fressen die Rinder und Pferde gern, kann aber auch weiter verwendet werden. Mit Weiden lassen sich die tollsten lebenden Kunstwerke schaffen  -  siehe auch unser Weidenzelt auf dem Schulhof der evangelischen Grundschule Köthen.

 


 

Ringelnattern in Gefahr!
Artenschutz und Umweltbildung

Im Wulfener Bruch wurden lebende und
überfahrende Ringelnattern (Natrix natrix) 
vom NABU und seiner Kindergruppe kartiert.
Mit den Ergebnissen wurden gezielte
Artenschutzmaßnahmen initiiert, da
die harmlose Schlangenart durch den
Strassenverkehr bedroht scheint. Hier
bekommen Sie den Infoflyer oder einen
Kurzbericht  zum Projekt "Save the snake".  
Gefördet  wurde das Projekt    
durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt. 
Foto (Sabarth):
NABU-Mitglied Simon fotografiert Ringelnatter 
 
 

 

 
 

 

Heckrinder
 

Gänsejagd
 
Praktika
 
Wir bieten laufend Praktikumsplätze an....
mehr Infos
 

 

 

 

Saatgans (Foto des Naumann-Museum Köthen)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wiedehopf (Foto: Wenk)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
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